Loslassen und Vertrauen

Loslassen und Vertrauen

Ja, wer hat diesen wunderbaren Rat nicht schon gehört. Lass los und vertraue! Mir haben sich bei dieser Wohlmeinung jedenfalls  immer die Nackenhaare aufgestellt – früher. Wie soll Loslassen den funktionieren, wenn man nicht weiß, wie es weitergeht. Wem soll ich vertrauen?
DABEI WÄRE LOSLASSEN UND VERTRAUEN GERADE JETZT IN LOCKDOWN-ZEITEN EINE GROSSE CHANCE.
Loslassen gelingt nur mit Vertrauen UND  Vertrauen entwickelt sich nur mit Loslassen. Das Eine bedingt das Andere!
Die jetzige Krise bringt viele Herausforderungen mit sich. Ängste verbreiten sich täglich auf der Welt via Medien. Die Zuversicht nimmt ab, die Zeiten trüben sich ein.
Was macht das  im Inneren mit uns?  Wir suchen nach Antworten, hoffen auf Rettung (z.b Impfung) und hätten am liebsten die Verantwortung an unsere Regierenden abgegeben.
Angst macht die Perspektive, mit der wir auf unser Leben und unsere Lebensplanung schauen eng.
Gerade JETZT wäre daher eine wichtige Zeit,  altes, überholte Perspektiven loszulassen. Überzeugungen und Glaubenssätze zu hinterfragen wäre genauso hilfreich, wie festgefahrene Meinungen und „Tatsachen“ kritisch zu betrachten.
Nun haben wir Überzeugungen uns deswegen zu eigen gemacht, weil sie sich für uns als „wahr“ herausgestellt hatten. Damit haben wir  uns eine scheinbar sichere, kontrollierbare Welt kreiert. Diese Welt wird aber mitunter zu unserem Gefängnis.
Mit unserem Glauben erschaffen wir  unsere  Realität!  Unsere Realität ist eine Illusion, die wir uns kreiert haben, um hier irgendwie dieses Dasein zu bewältigen oder begreifen zu können.

Die Coronakrise zwingt uns (oder lädt uns ein), uns genau damit auseinander zu setzen.Was ist für mich noch „wahr“? Welche Veränderungen stehen bei mir an? Welche Werte will ich leben?
Alles führt dabei zu einem größeren Bewusstsein von uns, von dem, wer wir sind. Die Krise führt uns zu den wirklichen bedeutsamen Fragen des Lebens: Wer bin ich ? wo geht meine Reise hin? Gibt es ein Leben nach dem Tod? uvm.

Damit sind wir beim Thema VERTRAUEN angelangt. Vertrauen verwechseln viele mit Kontrolle. Wir würden uns ja gerne verändern, aber nur wenn wir sicher sind, dass hinterher auch ein happy end kommt.
Vertrauen bedeutet aber im Grunde, NICHT zu wissen, NICHT zu kontrollieren. Vertrauen ist etwas, das sich in uns als Gewissheit entwickelt, wenn wir etwas Neues wagen. Dann erleben wir uns plötzlich als sehr lebendig und wach. Am Besten ist das bei kleinen Kindern zu beobachten. Vertrauen braucht neben Mut auch Zeit, wie  Kinder, die mit kleinen Schritten gehen lernen.
Mit jedem mal, wenn wir eine alte Überzeugung loslassen und den Mut haben, uns auf Unbekanntes einzulassen, dann geschieht etwas magisches. Wir blühen auf, fühlen uns lebendig, wir leben.
Vielleicht ist das genau die Botschaft dieser Zeit. Lerne Leben! Wirf die Überzeugungen über Bord, die dir nicht mehr dienen. Vertraue darauf, dass Du vom Leben immer getragen.
Dann wächst etwas großartiges in Dir, das Bewusstsein, wer Du wirklich bist.

Alles Liebe Wolfgang

 

 

 

 

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