Die große Illusion – Warum wir nicht werden müssen, was wir sind

Die große Illusion – Warum wir nicht werden müssen, was wir sind

Die große Illusion – Warum wir nicht werden müssen, was wir sind.

Dieses neue Buch von mir ist nicht am Schreibtisch entstanden.
Es ist im Leben entstanden. Es ist aus Beobachtung entstanden.
Aus Erfahrung. Aus jahrelanger Begleitung von Menschen – und aus meinem eigenen Weg.

Immer wieder habe ich Menschen getroffen, die spüren:
„Irgendetwas stimmt nicht.“

Äußerlich funktioniert vieles.
Beruf. Beziehung. Verantwortung. Vielleicht sogar Erfolg.

Und dennoch bleibt da ein Gefühl von Distanz.
Von innerer Leere.
Von Getrenntsein.

Irgendwann wurde mir klar:
Das ist der Kern:

Der Glaube an Trennung führt zu einer Illusion, und aus dieser gestalten und erfahren wir die Welt!

Wir kommen verbunden zur Welt

Am Anfang unseres Lebens erleben wir keine Trennung.
Ein Neugeborenes kennt kein isoliertes Ich. Es erlebt Hunger, Nähe, Wärme, Körper, Kontakt – unmittelbar. Ohne Abstand. Ohne Bewertung.

Verbundenheit ist unser natürlicher Ausgangspunkt.

Doch mit dem Eintritt in die Welt beginnt Anpassung.
Wir lernen, wie wir sein müssen, um sicher zu sein.
Um geliebt zu werden.
Um nicht zu viel zu sein.

Und diese Anpassung ist kein Fehler.
Sie ist menschlich.
Sie ist intelligent.
Sie schützt uns.

Aber sie hat eine Folge:
Wir entfernen uns ein Stück von unserem ursprünglichen Erleben.

Der Urschmerz der Trennung

Unter vielen Mustern liegt ein Grundgefühl:

„Ich bin innerlich allein.“

Nicht unbedingt äußerlich einsam –
aber nicht ganz verbunden.

Dieses Gefühl entsteht nicht, weil wir tatsächlich getrennt sind.
Es entsteht, weil wir früh gelernt haben, Teile von uns zurückzunehmen.

Gefühle zu dämpfen.
Bedürfnisse zu regulieren.
Uns anzupassen.

Um diesen Schmerz nicht ständig fühlen zu müssen, entwickeln wir Strategien.

Wir werden stark.
Oder besonders unabhängig.
Oder besonders hilfsbereit.
Oder leistungsorientiert.
Oder kontrollierend.
Oder spirituell „über den Dingen“.

All das sind Schutzbewegungen.

Die große Illusion beginnt dort, wo wir glauben, dass wir diese Schutzbewegungen sind.

Das innere Kind und der Pseudo-Erwachsene

Ein zentrales Thema meines Buches ist das innere Kind.

Nicht als romantisches Bild, sondern als unser ursprünglicher Gefühlsteil.

Wenn dieser Teil verletzt wurde oder zu viel tragen musste, entsteht oft ein „Pseudo-Erwachsener“:
kompetent, funktionierend, verantwortungsvoll –
aber innerlich angespannt.

Dieser Teil versucht zu kontrollieren, zu verstehen, zu optimieren.
Doch er kann nicht fühlen.

Und ohne Fühlen bleibt Entwicklung abstrakt.
Dann wird Spiritualität zur Idee.
Bewusstsein zum Konzept.
Aber das Leben selbst bleibt unberührt.

Heilung geschieht nicht, indem wir wieder Kind werden.
Sie geschieht dort, wo ein erwachsenes Bewusstsein dem verletzten Gefühlsteil zur Seite tritt.
Präsent.
Nicht kontrollierend.
Nicht analysierend.
Sondern da. Dort beginnt Integration.

Angst ist kein Gegner

Ein weiteres Kapitel widmet sich der Angst.

Wir haben gelernt, Angst möglichst schnell loszuwerden.
Doch Angst ist kein Fehler.
Sie ist auch kein Hindernis auf dem Weg.

Oft ist sie ein Echo.
Ein alter Alarm.
Ein Hinweis darauf, dass etwas in uns berührt wird.

Eine der tiefsten Illusionen lautet:
„Wenn ich Angst habe, bin ich in Gefahr.“

Manchmal stimmt das.
Aber sehr oft nicht.

Angst entspannt sich nicht durch Kampf.
Sondern durch Kontakt.

Wenn sie da sein darf, ohne dass wir ihr automatisch folgen, entsteht Souveränität.
Nicht als Kontrolle – sondern als innere Anwesenheit.

Beziehung als Spiegel

In Beziehungen wird die Illusion besonders sichtbar.

Wir hoffen oft, dass der andere uns das gibt, was wir selbst noch nicht in uns gefunden haben: Sicherheit. Wert. Liebe.

Doch reife Begegnung entsteht erst, wenn wir aufhören, im Außen zu suchen, was im Inneren reifen will.

Beziehung wird dann nicht konfliktfrei.
Aber sie wird wahrhaftig.
Und genau darin liegt ihre Tiefe.

Integration – vom Verstehen ins Leben

Viele Menschen verstehen heute sehr viel.
Sie kennen ihre Muster.
Sie können ihre Geschichte erklären.
Sie haben Einsichten.

Und trotzdem bleibt im Alltag vieles gleich.

Warum?

Weil Erkenntnis allein kein Leben verändert.

Integration bedeutet, dass Bewusstsein im Körper ankommt.
In Entscheidungen spürbar wird.
In Beziehungen gelebt wird.

Es geht nicht darum, „bewusster“ zu werden.
Sondern darum, nichts mehr abzuspalten.

Warum ich dich einlade, dieses Buch zu lesen

Die große Illusion ist kein klassischer Ratgeber.
Es will niemanden optimieren.
Es verspricht keine schnellen Lösungen.

Es ist eine Einladung.

Eine Einladung, die Trennung nicht länger für Wahrheit zu halten.
Eine Einladung, wieder in Kontakt zu kommen – mit deinem Körper, deinem Fühlen, deiner inneren Wahrheit.

Vielleicht erkennst du dich in manchen Beschreibungen wieder.
Vielleicht fühlst du dich an manchen Stellen ertappt.
Vielleicht spürst du Erleichterung.

Denn einer der wichtigsten Sätze, die ich aus all den Jahren innerer Arbeit mitgenommen habe, lautet:

Mit dir stimmt alles!
Du hast nur gelernt, dich zu schützen!

Wenn dich dieses Thema berührt –
wenn du spürst, dass dein Leben mehr sein könnte als Funktionieren –
wenn du ahnst, dass unter deiner Stärke auch etwas Zartes lebt –

dann könnte dieses Buch dich begleiten.

Nicht, um jemand anderer zu werden.
Sondern um die Illusion der Trennung langsam durchsichtig werden zu lassen.

Und vielleicht – ganz still – wieder in Verbindung zu kommen.

Hier kannst du das Buch bestellen
Viel Freude beim Lesen
Wolfgang

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